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robert wagnerLiebe Bürgerinnen und Bürger, ich wende mich heute mit diesen ganz persönlichen Zeilen an Sie.

Vor einigen Wochen haben wir uns zum Neujahrswechsel vieles, aber vor allem Gesundheit gewünscht. Zu diesem Zeitpunkt war nicht absehbar, dass die Gesundheit und unser aller Wohlergehen so sehr wie heute in den Fokus und das Bewusstsein aller Menschen gerückt wird. Nun haben wir Angst um unsere Gesundheit, begleitet von Lebensangst und Unsicherheiten. In den letzten Tagen überschlagen sich die Schreckensmeldungen und die Informationen über die Ausbreitung des Coronavirus. Zuerst waren die Berichterstattung und die schlechten Nachrichten dazu weit weg. Nun sind auch wir von Auflagen, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln betroffen.

Jeden Tag erreichen uns in der Verwaltung neue Informationen, Anweisungen und Empfehlungen. Diese Informationen werten wir täglich aus und gewichten diese.

Am letzten Freitag ist der Führungskreis der Gemeindeverwaltung zusammengetreten, um Sofortmaßnahmen und Vorgehensweisen zu besprechen. Verwaltungsabläufe werden ständig angepasst und es wurde eine Hotline bei der Verwaltung und der TSNT GmbH eingerichtet.

Am Montag habe ich den Katastrophenabwehrstab zusammengerufen, um mit Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei, dem Malteser Hilfsdienst, der TSNT GmbH, dem Verwaltungspersonal und der Bürgervorsteherin weitere Maßnahmen zu bewerten.

Im Vorfeld habe ich bereits angewiesen, alle Spielplätze, Sportplätze und Sportanlagen zu sperren. Des Weiteren sind ab dem 18.03.2020 die Maritim Seebrücke und die Niendorfer Seebrücke gesperrt. Das Rathaus bleibt vorerst geschlossen. Verwaltungsangelegenheiten können nach vorheriger Terminabsprache erledigt werden. Entsprechende Mitteilungen sind veröffentlicht worden.

Alle politischen Sitzungen werden nach derzeitigem Stand bis zum 19.04.2020 nicht stattfinden.

Als ihr Bürgermeister habe ich meinen, bereits vor langer Zeit gebuchten Urlaub storniert, um hier vor Ort für Sie da sein zu können. Ebenso hat der Fachdienstleiter Ordnung und Sicherheit seinen Urlaub aufgrund der Lage verschoben. Das Bürgermeisteramt und die Gemeindeverwaltung sind sich ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern Timmendorfer Strands bewusst. Wir werden zusammen mit den anderen Mitgliedern des Katastrophenabwehrstabes alles dafür tun, dass Kräfte gebündelt werden und alle Maßnahmen gezielt umgesetzt werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen. Ich bin mir sicher, dass wir diese große Herausforderung zusammen meistern werden und stellen uns gemeinsam der Gesamtverantwortung für die Bürgerinnen und Bürger!

Wir müssen weiterhin sehr besonnen und vorsichtig durch unseren Alltag gehen. Sämtliche Einschränkungen müssen durch intelligente Lösungen und Planungen abgemildert werden.

Wichtig ist mir als Ihrem Bürgermeister, dass wir unsere Mitmenschen und Nachbarn nicht vergessen. Es gibt viele ältere und alleinstehende Menschen in unserer Gemeinde. Bitte schauen Sie nach links und rechts, wer in ihrem Umfeld und ihrer Nachbarschaft Hilfe benötigen könnte.

Wir sind eine kleine Gemeinde mit einem tollen Ehrenamt und vielen engagierten Menschen. Wir dürfen keinen in der Gemeinde vergessen! Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit müssen gerade in der jetzigen Krise großgeschrieben und gelebt werden. Die jetzige Situation bedeutet große persönliche Entbehrung und Verzicht für jeden Einzelnen von uns.

Auf unsere heimische Wirtschaft mit Handel, Gewerbe, Hotellerie und Gastronomie kommt die größte Wirtschaftskrise der letzten Jahre zu, mit Umsatzeinbußen und Geschäftsrückgängen. Kaufkraftverluste werden sich auf Beschäftigungsverhältnisse, das Steueraufkommen und die Einnahmesituation der Gemeinde auswirken. Die finanzielle Lage wird derzeit verwaltungsseitig beurteilt. Mit Sicherheit sind die finanziellen Auswirkungen für uns immens. Die kleinen und inhabergeführten Betriebe werden besonders unter der Krisensituation und ihren Folgen leiden. Ich komme selber aus einer familiengeführten Gastronomie und kann mich gut in die Lage von jedem Einzelnen hineinversetzen. Unsere Beherbergungs- und Vermietungsbetriebe mussten bereits schließen. Dies ist eine katastrophale Kettenreaktion mit bisher unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen für unseren Ort und die Gemeindeentwicklung.

Wir alle sind nun gefragt und gefordert eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu leben und zu handeln. Gemeinsam werden wir diese Bedrohung von Leib und Leben abwenden und alles dafür tun, unsere Gesundheit nicht zu gefährden. Deshalb habe ich mich dazu entschieden am Wochenende vom 21.-22.03.2020 die gebührenfreien Großparkplätze ETC, Wiesenweg und Strandarena / Höppnerweg ganztägig zu sperren. Oberstes Ziel der Maßnahme ist die Minimierung des Ansteckungs- und Verbreitungsrisikos. Trotz der aktuellen Lage müssen wir heute schon an die Zeit nach dieser Krise denken. Als Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der TSNT GmbH arbeite ich zusammen mit der Geschäftsführung der TSNT GmbH an Lösungen und Konzepten zur Stabilisierung des Tourismus und der heimischen Wirtschaft. Ziel muss es sein, die wegen der Coronavirus-Infektionsgefahr zunächst abgesagten Veranstaltungen so bald wie möglich nachzuholen. Zusammen wird es uns durch weitsichtiges kluges Handeln gelingen, die touristischen Angebote und die wirtschaftlich bedeutenden Veranstaltungen im Sommer und Herbst durchzuführen. Dadurch werden wir die für uns wichtige Tourismusbranche wieder ankurbeln. Ich weiß um meine soziale und wirtschaftliche Verantwortung, um die Arbeitsplätze und unseren Motor in der Gemeinde, die Wirtschaft mit Handel und Gewerbe, Hotellerie und Gastronomie. Wir halten zusammen und gemeinsam werden wir die Krise bewältigen. Jetzt sind wir alle auf ein besonnenes und solidarisches Miteinander angewiesen! Jeder von uns, liebe Bürgerinnen und Bürger, sollte sich in dieser Zeit bewusstmachen wie wichtig dieses Gut „Gesundheit“ ist. Das Wort Gesundheit wird gerade in der momentanen Situation erlebbar und fühlbar wertvoll. Nutzen wir die aktuelle Lage und machen wir uns bewusst, dass ein gesundes Leben und Miteinander in Frieden nicht selbstverständlich ist. Meine Gedanken und mein Mitgefühl gilt den Menschen, welche sich derzeit in einer anderen Gesundheits- und Lebenssituation befinden. Die jetzige Krise kann jedem von uns helfen, sich alles was zum Leben dazugehört wieder bewusst zu machen, sich zu erden und sich zu besinnen.

Passen Sie bitte auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Ihr

Robert Wagner

Bürgermeister

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